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Thomas Brunner
 
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Sonderseiten Gießener Anzeiger 30-Jahre Wettenberg PDF Drucken E-Mail
"Wirtschaftsförderung bleibt Chefsache"

Zentrale Lage der Gemeinde und ausreichend Gewerbeflächen machen Ansiedlung von Firmen möglich

 

Thomas Brunner, der künftige Bürgermeister und aktuelle Hauptamtsleiter, ist zudem seit 15 Jahren Geschäftsführer der Wettenberger Wirtschaftsförderung. Als solcher gab er einen Rückblick auf diese Zeit und einen Ausblick auf die Zeit ab Februar kommenden Jahres. Dann wird er Gerhard Schmidt als Bürgermeister ablösen.

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Als 1994 die kommunale Wirtschaftsförderung aufgebaut wurde, habe das Ziel im Vordergrund gestanden, den Unternehmen einen kompetenten Ansprechpartner zu bieten, der außerhalb der üblichen Kommunalverwaltung zur Verfügung stehe. Daher wurde eine privatrechtliche Wirtschaftsförderungs-GmbH gegründet.

Die ansiedlungsinteressierten Unternehmen würden individuelle Betreuung, die Platz für Verhandlungsspielräume biete, erwarten. Dank der gemeindlichen Gremien war es zumeist möglich, für die Kunden ein maßgeschneidertes Angebot zu erarbeiten. Wichtig sei auch gewesen, ein Ansiedlungskonzept aufzustellen, so dass die Synergien im Gewerbepark gefördert und potenzielle Konflikte vermieden wurden. "Nicht der schnelle Ansiedlungserfolg wurde in den Vordergrund gestellt, sondern der langfristige Erfolg mit möglichst hoher Wertschöpfung und vielen Arbeitsplätzen. Dies ist uns im Rückblick gelungen", betonte Thomas Brunner.

Ob es seiner Meinung nach Unternehmen und Betriebe geben würde, die sich als sinnvolle Ergänzung der Infrastruktur unbedingt noch ansiedeln sollten? Und weshalb sollten sie diese Gemeinde als Standort vorziehen, denn auch anderswo stehen Gewerbeflächen zur Verfügung? "Ein wichtiger Punkt, der oftmals von den Mitwettbewerbern unterschätzt wird, ist die kompetente und unkomplizierte Betreuung der Firmen vom ersten Kontakt an", betonte Brunner. In den vergangenen 15 Jahren habe er viel Vertrauen zu den Firmen aufbauen können. Daher werde die Wirtschaftsförderung auch zukünftig Chefsache bleiben; auch als Bürgermeister werde er sich hierum kümmern. Ein weiterer wichtiger Faktor für ein Unternehmen sei die Qualität des Standortes.

In Wettenberg gebe es hervorragende Voraussetzungen für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung. Die Nähe zur Universitätsstadt Gießen sei genauso wertvoll wie die sehr gute Anbindung an die überörtlichen Verkehrswege. "Wir sind auch wegen der bereits angesiedelten Firmen sicherlich ein idealer Standort für innovative Firmen und stolz darauf, dass es bei uns mehr als eine Firma gibt, die in ihrem Bereich Weltmarktführer ist", meinte Brunner. Auch für Firmen, die einen Standort zur Betreuung des gesamten deutschen Marktes suchen, sei Wettenberg nicht zuletzt wegen der zentralen Lage und der Nähe zum Flughafen Frankfurt interessant.

Die im Westpark entwickelte Bürolandschaft sei von besonderer Qualität und auch für internationale Unternehmen eine Alternative zum Standort im Rhein-Main-Gebiet. Hier könnte noch ein weiteres Bürogebäude mit hochwertigen Arbeitsplätzen entstehen. Vorausschauend für die Zeit nach der aktuellen Wirtschaftskrise sollte es in Wettenberg Überlegungen für eine weitere vertretbare gewerbliche Entwicklung geben. Wichtig bei allen Überlegungen sei jedoch nicht zu vergessen, dass Wettenberg ein attraktiver Wohn- und Lebensort bleiben solle.

Aktuell seien rund 1000 Unternehmen in Wettenberg ansässig. Miteingerechnet seien hierbei natürlich auch die vielen kleinen Unternehmen, die jedoch für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung durchaus von Bedeutung seien.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei 2743 (Stand 30. Juni 2008). Insbesondere durch die gute Entwicklung des Gewerbeparks in den vergangenen zehn Jahren wurde die Zahl deutlich erhöht. Zuletzt wurde die Zahl nochmals gesteigert durch die Ansiedlung von PVA TePla AG. Dieses Unternehmen schuf über 300 neue Arbeitsplätze.

 

  
 
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